23. November 2018: 23. Bewerb um das Sprengdienstleistungsabzeichen in Bronze in der NÖ Landes-Feuerwehrschule

31 Feuerwehrmitglieder aus Niederösterreich stellten sich der Herausforderung und erreichten das Bewerbsziel mit Bravour.
FVPRÄS Armin Blutsch sowie Bewerbsleiter und Sonderdienstkommandant OBI Peter Fahrafellner freuten sich, dass alle angemeldeten Teilnehmer das gesetzte Bewerbsziel erreichten. „Die Bewerbsbestimmungen wurden heuer komplett überarbeitet, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.
Die fünf praktischen Stationen als auch der Theorieteil, bei welchem zahlreiche Fragen beantwortet und Rechenaufgaben gelöst werden mussten, forderten das erlernte Wissen der Sprengbefugten ab,“ erklärt Bewerbsleiter OBI Peter Fahrafellner.

FT Robert Maschek von der FF Strasshof a. d. Nordbahn konnte den hervorragenden 2. Platz belegen.
FT Christian Krall von der FF Haringsee und LM Georg Zimmermann von der FF Weikendorf erreichten die respektablen Plätze 8 und 16.

Die Ergebnisliste ist hier zu finden.

Text und Foto: A. Nittner/NÖ LFKDO

 

RACVIAC: Regional Arms Control Verification and Implementation Assistance Centre

RACVIA wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, die lokalen Staaten in Süd Ost Europa bei der Verifizierung von Waffenkontrollen und der Schaffung entsprechender Verträge zu unterstützen. Später wurde das Aufgabengebiet um die
Reform des Sicherheitssektors und neuer Verteidigungsabkommen erweitert.

Teilnehmer aus Süd Osteuropa

In den letzten Jahren wurde das Thema Sicherheit auch auf Katastrophenabwehr und – Vorsorge ausgeweitet.

Bei der Sitzung am 23.10.2018 in Zagreb wurden niederösterreichische Hochwasser Schutz- und Abwehrprojekte vorgestellt.

Alfons Weiss

Martin Angelmaier von der NÖ Wasserrechtsbehörde präsentierte das NÖ Hochwasserschutzkonzept. Sein Kollege Franz-Walter Froschauer berichtete von erfolgreichen grenzüberschreitenden Projekten mit der Tschechischen Republik und der Slowakei zum Thema Hochwasserschutz an Grenzflüssen. Stefan Scheuringer von der viadonau gab einen Ausblick in anlaufende Projekte der Transnationalen Notfallplanung und Katastrophenabwehr.

Stefan Scheuringer

Im Namen des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes referierte Alfons Weiss über die Aufgaben, Erfahrungen und Erfolge der Freiwilligen Feuerwehr im Bereich der Hochwasservorsorge und –abwehr. Speziell das Prinzip der Freiwilligen Feuerwehren, das in Süd Ost Europe außer in Kroatien nicht bekannt ist, stieß auf großes Interesse. Ebenso wie die Ausrüstung, Ausbildung und Einsatzerfahrung, die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie die neu gebildeten EU-Module FRB (Flood Rescue Using Boats) zur Menschenrettung, Schutzeinrichtungen der FC (Flood Containment) und die Hochleistungspumpen HCP (High Capacity Pumping Module) für eine rasche grenzüberschreitende Unterstützung der Einsatzkräfte.

der österreichische Botschafter in Kroatien Dr. Andreas Wiedenhoff

Teilnehmer:
Albanien (3)
Bosnien und Herzegowina (3)
Kroatien (7)
Mazedonien (3)
Montenegro (3)
Rumänien (1)
Slowenien (1)
OSCE (1)
RACVIAC (5)
NÖ Delegation (7)

Bericht/Fotos: OBI Alfons Weiss

 

Neues Dekozelt für den Schadstoffdienst

Das Bezirksfeuerwehrkommando Gänserndorf kaufte für den Schadstoffdienst ein neues Dekozelt an.

Durch dieses Zelt ist eine Dekontamination der Einsatzkräfte in geschlossenem Raum erfolgen, wo anschließend das kontaminierte Abwasser abgepumpt und in einem Container aufgefangen werden kann.

Bei der Abschnittsübung des Abschnittes Groß Enzersdorf konnte dieses Einsatzzelt bereits zum zweiten Mal eingesetzt werden.

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Lozorno (SK) / praktische Gasbrand- und Blowoutbekämpfungsübung

Im 2. Halbjahr 2018 organisierte das Bezirksfeuerwehrkommando 2 Vorträge über   „Einsatzmaßnahmen bei Erdgasunfällen und Blowout“. Diese feuerwehrfachliche Fortbildung wurde jetzt mit einer praktischen Ausbildungseinheit auf dem Übungsgelände der NAFTA in Lozorno (SK) abgeschlossen.

Insgesamt 25 Teilnehmer aus den Bezirken Gänserndorf, sowie aus dem Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg, D), von der OMV DI Johann Lechner konnten durch OBR Georg Schicker und dem Ausbildungsleiter Raimund Taibl begrüßt werden.

Die Übungsanlage mit einem Gasdruck 32 bar und Austrittsöffnungen mit einem Durchmesser von 2 Zoll garantiert eine praxisnahe Herausforderung für die Übungsteilnehmer.

Die Ausbildung wurde durch den Spezialisten Raimund Taibl in mehreren Szenarien dargestellt:

Bei einer Gasaustrittsstelle horizontal am E-Kreuz wurde eine Lärmmessungen im
Nahbereich der Austrittsstelle mit 123 dB/A durchgeführt. Für die Einsatzkräfte ist die Kommunikation in diesem Bereich nur schwer, unvorbereitet gar nicht mehr möglich.

Mit unterschiedlichen Messgeräten wurde die Gaskonzentration gemessen, um den Teilnehmern den Umgang mit den Geräten nahe zu bringen und die Ausbreitung von Gas bestimmen und die Gefahrenbereiche zu markieren zu können.

In einzelnen Ausbildungsschritten wurden folgende Übungen durchgeführt:

Gasaustrittsstelle vertikal am E-Kreuz .......... Löschen mit Wasser und tragbaren Pulverlöschern

Gasaustrittsstelle horizontal am E-Kreuz ...... Löschen mit Wasser, tragbaren Pulverlöschern sowie mit fahrbarem 50 kg Pulverlöscher

Gasaustrittsstelle vertikal am E-Kreuz .......... Löschen mit Wasser, tragbaren Pulverlöschern sowie mit fahrbaren 50 kg und 250 kg Pulverlöschern

Die praktische Ausbildungseinheit war eine große Belastung für die übenden Einsatzkräfte, es musste in voller Schutzbekleidung, ohne die Freigabe von bloßen Hautstellen, die Sicherheitsmaßnahmen für den Löschpulvereinsatz eingehalten werden.

Der Experte und Ausbildungsleiter Raimund Taibl sowie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Georg Schicker konnten einen hervorragenden Lernerfolg für die Teilnehmer der theoretischen Ausbildungsmodule feststellen.

Positive Meldungen kamen umgehend aus den Reihen der teilnehmenden Feuerwehren.

Das Bezirksfeuerwehrkommando hat die kostenintensive Ausbildung organisiert, die Mittel dafür stammen aus dem Bezirkskonzept, welches durch die Gemeinden und Bürgermeister des Bezirkes Gänserndorf unterstützt wird. OBR Schicker und das Bezirksfeuerwehrkommando bedankt sich bei Alfons Weiss und seinem Team für die ausgezeichnete Versorgung und bei der Betriebsfeuerwehr OMV Gänserndorf für die Bereitstellung von Ausrüstung und Mannschaft.

Die deutschen Kameraden waren von der Übungsanlage sowie dem Wissensstand der österreichischen Kameraden begeistert, sie konnten sehr viel mitnehmen.

Die Löschfahrzeuge wurden von den Feuerwehren Marchegg, Spannberg und Schönkirchen-Reyersdorf zur Verfügung gestellt, die umfangreiche Übungsdokumentation, mit Film- und Fotoaufnahmen wurde für weitere Fortbildungen gemacht.

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Landesstrahlenschutzübung Wet & Dirty 2018 in Marchegg

Der Sonderdienst Strahlenschutz des NÖ Landesfeuerwehrverbandes veranstaltete am Samstag, den 13. Oktober 2018 in Marchegg eine große Strahlenschutzübung.

53 Mitglieder des Sonderdienstes und fünf Exekutivbeamte der Landespolizeidirektion Niederösterreich mussten drei Stationen bewältigen.

Bei der Station 1 kam ein Feuerwehrmitglied mit einem radioaktiven Stoff in Berührung. Um das Leben des Florianis zu retten, musste eine Schnelldekontamination durchgeführt werden.

Die zweite Übung war das Aufspüren einer radioaktiven Quelle von der Feuerwehrzille aus.

Nach einem illegalen Quellentransport in einem Reisebus musste bei der Station 3 die Dosisbelastung ermittelt werden. Die Reisenden mussten sich vom Sonderdienst Strahlenschutz einer Kontrolle unterziehen, um weitere Schritte für die ärztliche Betreuung zu veranlassen.

Unter strenger Beobachtung des Strahlenschutzkommandos und der Berufsfeuerwehr Wien konnten alle Aufgaben mit Erfolg bewältigt werden.

Eigenkontrolle mit Hilfe des Strahlenmessgerätes SSM 1

Dekontaminationszelt: radioaktive Staubteilchen werden durch Wasser gebunden, gesammelt und abgepumpt.


Kontaminationskontrolle mit geeichtem Messgerät
Fotos: Christian Krall

Auf der Suche nach der Quelle: Auch am Wasser sind die Strahlenschützer unterwegs
Foto: Christian Schulmeister